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Brunneneinweihung Wellingen

Samstag, 11.11.2017

Auf dem Bild von links nach rechts:​
Patrick Bosch, Jürgen Wagner, Manfred Blessing, Sven Haumacher, Uwe Nestel, Rudi Grininger mit Söhnen, Winfried Tränkner.​



Sehr gut besucht war die kleine Einweihungsfeier anlässlich der neuen Brunnenanlage in Wellingen.
 
Bürgermeister Haumacher durfte neben den zahlreichen Besuchern die am Werk Tätigen begrüßen, insbesondere Herrn Winfried Tränkner.
 
Bürgermeister Haumacher sprach an, dass das Werk letztlich für sich spreche. Aber mangels Lippen und Stimmbändern zumindest nicht in Worten. Daher sage er etwas, allerdings nur kurz. Denn es sei gewiss, dass das, was Herr Tränkner sage, deutlich interessanter sei. Was sei der Grund, warum es das heutige Treffen gebe? Im Jahr 2015 war Thema, dass das Areal im Bereich des Brunnens neu bebaut werden sollte mit der Ostheopathiepraxis Nestel. Da kam der historische Brunnen wieder ins Bewusstsein. Am 8. Juni 2015 gab es mit dem Ausschuss für Technik und Umwelt dann eine Ortsbesichtigung. Die Gemeinderäte Böbel und Hiller hatten die Idee, einen öffentlichen Brunnen herzustellen. Im Protokoll heißt es: „Langfristig sollte darüber nachgedacht werden, ob nicht ein öffentlicher Brunnen mit einer entsprechenden Pumpe hergerichtet werden soll“. Sven Haumacher erinnerte sich daran, dass er am Anfang seiner Amtszeit, als er neu in der Gegend war, mit dem Schwäbischen Albverein wandern war auf der Alb. Der Rückweg führte über Ochsenwang. Dort sah er den von Herrn Tränkner gestalteten Brunnen mit Bauern und Ochsen und war begeistert. Er recherchierte damals, wer den Brunnen hergestellt hat. Vor mehreren Jahren hatte er dann das erste Mal Kontakt mit Herrn Tränkner wegen der Gestaltung eines Grabsteines auf dem Friedhof Notzingen. Jedenfalls nahm er in der Folge dann Kontakt auf mit Herrn Tränkner wegen der Brunnengestaltung. Der Brunnen passe auch gut zum Dorf, etwas ganz modernes würde nicht so gut passen. Schön an der Tätigkeit eines Bürgermeisters sei, dass man Dinge gestalten könne, so wie nun bei diesem Thema. Ein erster Entwurf sah ja eine Skulpturengruppe vor mit einem Jungen und drei Ferkeln. Da habe man sich im Gremium aber nicht dafür entschieden sondern für die kleinere Variante. Manche im Ort hatten vor der Umsetzung gemeint, man brauche den Brunnen nicht. Und diese Leute hatten Recht. Man brauche ihn nicht. Warum habe man es dann trotzdem gemacht? Weil man es könne…
 
Sven Haumacher bedankte sich bei allen, die am Werk beteiligt waren.
 
Bei Herrn Patrick Bosch, der in Wellingen wohne und in Kirchheim seinen Sanitärbetrieb habe für die Pumpentechnik zur Wasserzuführung.
Bei Manfred Blessing und seinen Mitarbeitern für die Fundamente, die Bohrungen und weiteres.
Bei Herrn Jürgen Wagner für die Elektroarbeiten.
Bei Herrn Rudi Grininger von der Gemeinde für die Unterstützung.
Bei Herrn Nestel, der, als er den Platz vor dem Neubau hat anlegen lassen gleich ein Leerrohr zum Brunnen hat mitverlegen lassen.
In Abwesenheit an Herrn Horst Unger von Geoteck für die Beratung.
 
Schön war wahrzunehmen, dass die Arbeit, so wie Bürgermeister Haumacher es beurteile, allen Beteiligten Spaß gemacht habe.
 
Ein besonderer Dank ging  an Herrn Winfried Tränkner für seine Arbeit und seine Kreativität. Es war eine Bereicherung, mit ihm zusammenarbeiten zu dürfen.
 
Herr Tränkner sprach an, dass beispielsweise an der Bushaltestelle wartende Kinder und Jugendliche die Wirkung aufnehmen können, wenn auch nur unterbewusst. Seine Gedanken zum neuen Wellinger Brunnen:
„Wozu braucht es die Kunst, wo es doch so viel Wichtigeres zu verwirklichen gibt?
Neu gestaltet, erscheint der kleine Brunnenplatz in Wellingen als Ruhepol, zeitlos, schlicht, einladend. Die Bildnisse, die die Steine zieren, erzählen Geschichten des Ortes in einfachen Bildern. Römerzeit, Alamannen, Zähringer und Georgskapelle mit Marienglocke, und auf dem Trog selbst, einen Hirten zwei Schweine weidend.
Archäologische Funde gaben Zeugnis von der Vergangenheit des Ortes.
Es ist wichtig dies festzuhalten, für lebende und kommende Generationen.
Ein Ort und seine Menschen brauchen und haben Wurzeln, brauchen Bilder, die Halt geben, in der Unrast  und Flüchtigkeit unserer Zeit. Möge der neuentstandene Platz, seinen Menschen, Freude, Erinnerung, Liebe und Hoffnung schenken.
Das wünsche ich den Wellingern.“
 
(Im Winter wird der Brunnen abgestellt.)
 

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(Erstellt am 14. November 2017)
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