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Extremismus – sich beraten lassen

Radikalisierung ist schwer erkennbar, da sich zunächst nur die Einstellung des Betroffenen ändert.

Erste äußere Anzeichen einer Radikalisierung können u. a. sein:

  • Rückzug und Abgrenzung zu Andersdenkenden,
  • der Aufbau eines neuen extremistischen sozialen Umfelds,
  • Gewaltverherrlichung,
  • fremdenfeindliche oder antisemitische Äußerungen,
  • die plötzliche Veränderung des äußeren Erscheinungsbildes.

Je früher in den Radikalisierungsprozess eingegriffen wird, umso höher sind die Erfolgsaussichten einer Deradikalisierung.

Sie können Unterstützung beim Ausstieg und Begleitung in ein Leben ohne Extremismus erhalten. Das gleiche gilt für Hilfestellungen im Umgang mit radikalisierten Personen .

Voraussetzungen

  • Sie möchten sich aus der extremistischen Szene und deren Ideologie lösen.
  • Sie kennen eine radikalisierte Person oder jemanden, der sich auf dem Weg zur Radikalisierung befindet, und suchen Unterstützung im Umgang mit dieser Person.

Verfahrensablauf

Unter der Telefonnummer 07 11-279 45 44 (Rechtsextremismus) oder 07 11-279 45 55 (Islamismus) stehen Ihnen kompetente Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zur Verfügung.

Sollten diese im Moment Ihres Anrufs nicht erreichbar oder in Gesprächen gebunden sein, bitten wir Sie, Ihre Nachricht auf dem Anrufbeantworter mit Ihrer Erreichbarkeit zu hinterlassen. Sie werden schnellstmöglich kontaktiert.

Beraterinnen und Berater

  • hören zu, beantworten Ihre Fragen und geben einen ersten Überblick über die Problematik,
  • entscheiden mit Ihnen gemeinsam über die nächsten Schritte,
  • informieren Sie über weitere Hilfsangebote in Ihrer Nähe,
  • vermitteln auf Wunsch einen Ansprechpartner vor Ort, der Sie individuell berät und mit praktischen Tipps begleitet,
  • stellen den direkten Kontakt zu Spezialisten in allen Bereichen her, (hierbei handelt es sich um erfahrene Experten im Bereich Sozialpädagogik, Extremismusprävention, Psychologie, Traumatherapie, etc.)
  • vermitteln den Kontakt zu anderen Betroffenen in ähnlicher Situation und zu Selbsthilfe-Initiativen.

Die Beratung kann an individuellen Bedürfnissen orientiert erfolgen, die für Ihren Ausstieg aus der Szene oder im Umgang mit radikalisierten oder sich radikalisierenden Personen erforderlich ist. Sie werden zunächst eine Einschätzung der Situation zusammen mit der Beraterin oder dem Berater erarbeiten, bevor weitere konkrete Schritte folgen.

Wenn die Beraterin oder der Berater zusammen mit Ihnen zum Schluss kommen, dass eine Gefahr für Sie oder jemand anderes besteht, werden Sie schnell und unkompliziert an die zuständigen Behörden vermittelt – natürlich weiterhin von den Beraterinnen oder Beratern des konex begleitet.

Befinden Sie oder eine andere Person sich in einer akuten Gefährdungssituation, wenden Sie sich bitte an die Polizei, Notruf: 110.

Erforderliche Unterlagen

keine

Kosten/Leistung

Keine

Freigabevermerk

Dieser Text entstand in enger Zusammenarbeit mit den fachlich zuständigen Stellen. Das Innenministerium Baden-Württemberg hat dessen ausführliche Fassung am 30.10.2019 freigegeben.

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